- Klimadiskussion: Interessengruppen
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- Die
üblichen Verdächtigen als Gegner des Klimaschutzes sind "geldgierige"
Staaten und Konzerne insbesondere aus den Bereichen Öl, Kohle, Atom,
Automobile und ähnliches, von der Klimaretterseite oft kurz als
Petrolheads bezeichnet bzw. beschimpft. Sie verhindern angeblich
Fortschritte durch Korruption, Lügen, Intrigen usw.
Die tatsächlichen Einwände ernsthafter Skeptiker wie z.B. "Warum ist der
Meeresspiegel früher bei weniger CO2 schneller als heute gestiegen?" werden
stur übergangen. Die Skeptiker sind armselige Idioten oder bezahlte
Lobbyisten und deshalb können sie auch nur idiotische Einwände haben.
Dass immer wieder bestimmte Industrien lange Zeit die Öffentlichkeit
manipuliert haben will ich nicht bestreiten. Man braucht z.B. nur in
Richtung Tabakindustrie denken.
Bei
der Klimadiskussion liegt die Situation nach meiner Meinung aber
inzwischen so, dass diese "alten" Wirtschaftszweige zur Zeit kaum
Einfluss auf die Öffentlichkeit haben (außer bei den betroffenen
Arbeitnehmern natürlich). Alles was aus "fossilen Ecke" kommt wird mit
Misstrauen, Besserwissen, Kritik, Spott bedacht. Stattdessen beherrscht
eine Art Klimarettungsindustrie die Diskussion. Jede entsprechende
Idee, jedes Start-Up, jedes Nachhaltigkeitsversprechen wird wird breit
diskutiert und mit Fördergeldern zugeschüttet.
Die
klassische Wirtschaft ist fast gezwungen, jedes neue Vorhaben irgendwie
mit dem Thema Klima und Nachhaltigkeit zu verkleiden um es durchführen
zu dürfen.
Man muss nur einmal "Klimaleugner" in eine Suchmaschine eingeben und
wird seitenweise Verdächtigungen, Beschuldigungen, Beschimpfungen
finden. Statt sich sachlich direkt mit dem Thema auseinanderzusetzen
geht man lieber den Umweg, allen Andersdenkenden Dummheit bzw. üble
Motive zu unterstellen. Sogar Wikipedia
ist ganz vorne mit dabei.
Dort
versteht man zwar nicht, dass Wärme und Temperatur völlig
unterschiedliche physikalische Größen sind, aber dafür betreibt man
intensive Klimawandelleugnerforschung und macht z.B. eine organisierte
Klimaleugnerszene aus ungefähr 444 aktiven Klimaleugnerorganisationen
in 53 Staaten aus. Und so nebenbei finden sich gleich noch einige neue
Forschungsgebiete wie z.B. Petromaskulinität als Verknüpfung von weißer, hegemonialer Männlichkeit mit dem Festhalten an fossilen Brennstoffen
. Usw.
Alte Erfahrung: Wer gute Argumente hat muss die Gegenseite nicht
runtermachen.
Man kann und sollte die beteiligten Gruppen durchaus fairer und
differenzierter betrachten.
Regierungen, Parteien, Staaten
Wähler
Die alte (fossile) Industrie
Die neue (Klimarettungs) Wirtschaft
Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Die Wissenschaft
IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change - Weltklimarat)
Beauftragte
Die Masse der Mitläufer
Aktivisten
Nachhaltigkeitsillusion
Regierungen, Parteien, Staaten
Überzeugungskämpfer
Personen
die mit einer bestimmten Überzeugung (Theorie) in die Politik gehen um
diese so weit wie möglich politisch umzusetzen. Das verdient zuerst
einmal Respekt. Problematisch wird es aber wenn sich im Laufe der Zeit
herausstellt, dass sich diese Überzeugung nicht so wie vorgestellt
realisieren lässt. Z.B. weil sie entweder gar nicht funktioniert, oder
zwar funktioniert aber nicht das gewünschte Ergebnis bringt, oder aber
auf Dauer von den Bürgern nicht akzeptiert wird. Wie reagiert der
Überzeugungskämpfer dann
?
- Abbrechen und Rückzug weil er die Undurchführbarkeit/Sinnlosigkeit
einsieht.
- Dauerhafte Leugnung der Realitä bis zu einem schmerzhaften Ende.
- Zunehmende Anpassung an Realität, Wandel zum pragmatischen
Berufspolitiker.
- Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, dass
Überzeugungskä¤mpfer Recht behalten und ihre Meinung erfolgreich in die
Praxis umsetzen. Was dann? Rückzug wegen Zielerreichung oder weiter an
der Macht kleben weil man ja bewiesen hat, dass man den anderen
überlegen ist?
Berufspolitiker
Sie haben meist eine bestimmte politische Grundhaltung. Wenn es dem
eigenen politischem Vorankommen dient sind sie aber bereit, diese
zumindest teilweise/zeitweise aufzugeben. Begründet wird das damit,
dass sie dadurch wenigstens einen gewissen Teil ihrer Überzeugung
verwirklichen können (z.B. in einer Koalition). Typische Pragmatiker eben.
Manche passen ihre Meinung und angestrebte Ziele sogar laufend an die
gerade aktuellen Wahlumfragen an.
Auch Lobbyismus, ob
jetzt direkt bezahlt oder aus Überzeugung, findet sich hier manchmal.
Diktatoren
Obwohl sie sich eigentlich nicht um die Meinung des Volkes kümmern
müssen nutzen sie oft Methoden um große Menschenmengen zu begeistern
oder wenigstens stillzustellen. So wird z.B. der Volkszorn auf
Minderheiten oder das Ausland gelenkt die angeblich an allem Schuld
sind. Großveranstaltung wie z.B. Sportereignisse dienen zur Ablenkung.
Und gelenkte Presse soll die Meinung steuern.
In der Praxis sehen sich alle Spielarten von Politikern früher oder
später mit den gleichen Problemen konfrontiert:
- Einfach neue Gesetze machen, um den Wählern die versprochenen
Wohltaten wie z.B. mehr Kindergartenplätze, niedrigere Mieten oder
höhere Renten zu verschaffen, wirkt alleine nicht wirklich. Es muss
auch der Unterbau wie Finanzierung, Personal, Bildung,
Verfassungsmäßigkeit, usw. stimmen, sonst erhöhen sich nur Bürokratie,
Schulden und Enttäuschung der Wähler.
- Es geht nicht ohne Wachstum. Man kann zwar romantische Vorstellungen
wie mehr Natur, Ende der Hetze nach Wachstum, mehr Nachhaltigkeit usw.
versprechen, aber um das erfolgreich durchzuziehen braucht es trotzdem
(notfalls irgendwie verstecktes) Wachstum. Die ganze versprochene
schöne, heile Welt muss bezahlt werden. Fast alle volkswirtschaftlichen
Kennzahlen beziehen sich auf irgendeine andere Kennzahl die am Wachstum
hängt. Staatsschulden z.B. werden kaum jemals nominal abgebaut. Damit
sie trotzdem scheinbar sinken oder wenigstens nicht weiter wachsen muss
die Wirtschaft insgesamt wachsen und dazu möglichst (verdeckte)
Inflation. Nur dann kann man eine sinkende Schuldenquote
vorweisen.
Weniger Autos die länger halten? Klingt gut, würde aber Negativwachstum
und Wegfall von Arbeitsplätzen bedeuten. Es gibt zwar viele Theorien (grünes
Wachstum, qualitatives
Wachstum, etc.) die bislang aber alle sehr umstritten sind.
Bisher musste musste jede Partei oder Ideologie früher oder später doch
auf den Wachstumszug aufspringen oder der Wähler hat sie abgestraft.
Oft erfolgt das versteckt. Manchmal ist den Akteuren der Widerspruch ihres
eigenen Verhaltens nicht einmal bewusst. Z.B. wenn sie alle paar Jahre die
Bevölkerung zum Kauf neuer Autos motivieren wollen und das mit Umweltschutz
oder Klimaschutz begründen. Als ob z.B. 3% saubere Abgasen oder 3% geringerer
Verbrauch es rechtfertigten, ständig vorzeitig voll funktionsfähige
Autos zu verschrotten und neue zu bauen. Ja, das bringt Wachstum. Aber
wirklich nachhaltig dürfte es in vielen Fällen nicht sein. Meist ist es sogar
die Autoindustrie die bei Umsatzeinbrüchen als erste nach "Abwrackprämien"
oder ähnlichem ruft.
Grobe Einteilung nach Staaten
Förderländer
Sie wollen natürlichen maximalen wirtschaftlichen Nutzen aus ihren Bodenschätzen
ziehen. Üblicherweise wird versucht, die Liefermengen etwas knapper als die Nachfrage
zu halten um hohe Preise zu erzielen. Das klappt aber wegen Konkurrenz der Förderländer
untereinander und diversen politischen Streitigkeiten und Zielen nicht immer. Oft
versuchen auch Käuferorganisationen dies zu sabotieren.
Da viele Förderländer außer ihren Rohstoffen wenig haben ist Umwelt- oder Klimaschutz
dort meist zweitrangig. Das kann sich jedoch ändern wenn erst einmal ein gewisser Wohlstand
angesammelt ist. Vorausgesetzt er wird gemeinschaftlich angesammelt und fließt nicht gleich
wieder ab oder in in nur einige wenige Taschen.
Industrieländer
Genauer: Wirtschaftlich hochentwickelte Länder, Das muss nicht auf traditioneller Industrie
basieren. Es könnte sogar überwiegend auf gut organisierter Ausbeutung von Rohstoffen fußen
wie z.B. bei Norwegen.
Diese Länder können sich im Prinzip Umwelt- und sogenannten Klimaschutz leisten
(ob die diskutierten Klimaschutzmaßnahmen tatsächlich einen erheblichen Einfluss auf das
Klima haben muss bei dieser Betrachtung offen bleiben).
Ob und welche Klimaschutzmaßnahmen die einzelnen Länder vornehmen ist eine politische
Entscheidung die von Politikern und Wählern entschieden wird. Grob sind drei Möglichkeiten denkbar.
- Idealistisch grüne Einstellung: Hier wird radikal konsequent und damit oft zu schnell und zu
viel an Schutz praktiziert mit möglicherweise nachteiligen Resultaten bezüglich Wirtschaftlichkeit
und Konkurrenzfähigkeit.
- Wirtschaftsorientierte Einstellung: Flexiblere Schutzmaßnahmen. Schrittweise, mehr oder weniger
schnell gesteuert durch z.B. langsam steigende Gebühren, Steuern, Vorschriften in stetiger
Rückkopplung mit der oft wechselnden Wählerstimmung.
Im Vordergrund steht nicht nur der Schutz an sich sondern auch oder gar überwiegend
Einsparungsmöglichkeiten durch Erneuerbare Energien oder Exportchancen durch neue Technologien.
- Keine Schutzmaßnahmen. Diverse Gründe denkbar einschließlich all dem was im Netz unter "Klimaleugner"
spekuliert bzw. unterstellt wird.
Entwicklungsländer
Länder
die weder Rohstoffe noch international wettbewerbsfähige Wirtschaft
haben. Sie versuchen notgedrungen oft ihre Opferrolle zu
monetarisieren. Das heißt, sie verweisen auf Umwelt- oder Klimaschäden
oder historische Ereignisse wie z.B. Kolonialismus die von den reichen
Ländern angeblich verursacht wurden und entschädigt werden müssten.
Zusätzlich wird oft auch versucht, das Konkurrenzsystem zwischen den
reichen Ländern auszunutzen um die sehr begrenzten eigenen Schätze und
Rechte möglichst teuer zu verkaufen.
An
Umwelt- oder Klimaschutz besteht oft kein Interesse bzw. keine
wirtschaftlichen Möglichkeiten dafür. Manchmal ist es für diese Länder
auch sinnvoll zur Bekräftigung ihrer Opferrolle und Forderungen Elend
und Katastrophen offen zu zeigen oder sogar zu übertreiben
.
Letzteres
mag zynisch klingen, aber er beschreibt nur nachvollziehbares
ökonomisches Verhalten. Jeder muss aus seinen Möglichkeiten das Beste
herausholen um zu überleben. Und wenn er nichts hat dann muss er eben
versuchen, genau das irgendwie auszunutzen. Z.B. durch Einsatz der "Moralkeule".
Mal ehrlich: Ist es den Einwohnern eines afrikanischen Dorfes vor 150 Jahren wirklich wirtschaftlich
besser gegangen als heute? Oder ist es nicht eher so, dass inzwischen die Ansprüche derart gewachsen
sind, dass sie sich heute als arm empfinden obwohl es ihnen viel besser geht?
Früher haben von 10 Kindern nur 2 überlebt. Heute überleben 8 oder mehr. Trotzdem wird alles als
Rückschritt verkauft an dem die Europäer schuld sind.
Wähler
Wie schon erwähnt haben sie heute bereits durch die häufigen Umfragen (soweit nicht manipuliert)
einen erheblichen Einfluss. Viele Politiker passen sich da laufend sehr flexibel an.
Andere Dinge laufen sogar völlig unausgesprochen. So könnte die Politik durch eine Reihe einfacher
Maßnahmen sehr schnell einen erheblichen Rückgang der CO2 Freisetzungen bewirken. Z.B. sportliche
Großereignisse wie Olympiaden oder große Fußballspiele nur noch per TV. Mehr herkömmliches TV statt
Streaming. Bitcoin abschaffen. Fernreisen, Kreuzfahrten, Flugreisen einschränken. Unnötig große PKWs
abschreckend hoch besteuern. Usw.
Aber das sind alles Tabuthemen die fast kein Politiker ausspricht weil ihm bewusst ist, dass das
Wählerstimmen kosten würde.
Zudem würde es die Wirtschaft bremsen (Wachstum, Kennzahlen) und auch dadurch natürlich Wähler
verschrecken.
Es gibt auch Wählergruppen die, obwohl Minderheit, erheblichen Druck auf die Politik ausüben können.
Z.B. Bauern oder Schlüsselpositionen im Verkehrswesen.
Grundsätzlich ist übrigens bemerkenswert, dass die öffentliche Meinung der Wählerschaft (z.B. bei
einer Unterschriftensammlung für oder gegen ein Projekt) durchaus erheblich von Wahlergebnissen
abweichen kann. So würden aktuell sicherlich die meisten für Klimaschutz stimmen. Aber gleichzeitig
würden sie vermutlich Parteien abstrafen die z.B. ein "Heizungsgesetz" einführen wollen das zu Lasten
ihrer eigenen Portemonnaies geht.
Die alte (fossile) Industrie
Insbesondere Öl- und Gasunternehmen sowie die Autobranche sind hier die hauptsächlichen Prügelknaben.
Zumindest bei den großen Öl- und Gasfirmen sollte man das differenzierter sehen. Sie halten sich
aktuell in der Öffentlichkeit möglichst dezent zurück, aber sie wissen genau, dass sie auf absehbare
Zeit noch unentbehrlich sein werden. Politiker werden weiterhin ihre Klinken putzen müssen (wenn auch
vorzugsweise ohne große Pressebegleitung).
Dabei darf man auch nicht übersehen, dass fast alle großen Ölmultis und Länder wie Norwegen und einige
arabische Staaten bereits seit Jahren bei den Erneuerbaren Energien mitspielen und dabei sind, sich
diesen Bereich als "zweites Bein" aufzubauen. Ohne ihre Finanzmittel wäre da vieles noch nicht soweit.
Mag sein, dass manche von ihnen manchmal versuchen gezielt zu steuern oder gar zu bremsen, aber auf
lange Sicht kann es ihnen egal sein, welches ihrer Beine gerade Geld bringt.
Etwas anders kann es bei den kleineren der Branche liegen die nur auf einen Geschäftszweig setzen
können oder wollen und tatsächlich gerne die Entwicklung anhalten oder gar zurück drehen würden.
Die haben aber aktuell einen ganz schweren Stand gegen die öffentliche Meinung und werden über kurz
oder lang zu Anpassungsmaßnahmen gezwungen oder schrumpfen und schlussendlich untergehen.
Ganz unangenehm ist es für Branchen bei denen die Weichenstellung in die Zukunft noch unsicher sind.
Das sind z.B. insbesondere die Autoindustrie (Verbrenner oder elektrisch und wenn elektrisch welche
Stromquelle) oder die Heizungsbranche.
Die meisten haben nicht die Ressourcen auf alle Mö¶glichkeiten gleichzeitig gleich intensiv zu setzen.
Sie leben in Unklarheit wann werden welche Vorschriften kommen oder wieder aufgehoben werden die die
zukünftigen Automobile, Heizungsanlegen, usw. regeln. Es hat an sich keinen Sinn, darüber zu spekulieren
was "richtig wäre" denn die nächste Wahl kann alles wieder umstoßen und eine "falsche" Entwicklung
vorschreiben. Sogar eine Wahl in einem Nachbarland kann reichen um alle Pläne umzustoßen. Und ein
oder zwei Wahlen später dann wieder anders herum ...
Was soll ein Unternehmer machen der aus fachlichen Gründen von A überzeugt ist aber ahnt, dass die
Mehrheit für B stimmen wird?
Oft fällt in diesem Zusammenhang der negativ gemeinte Ausdruck "Lobbyarbeit". Dabei sollte man aber
nicht übersehen, dass Lobbyarbeit durchaus sinnvoll ist indem sie der Politik und Öffentlichkeit
Detailwissen vermittelt. Zudem betreiben alle Seiten Lobbyismus. Auch z.B. die "Klimaretterseite".
Gleich vorab in guten oder bösen Lobbyismus zu unterteilen sollte man vermeiden.
Übel ist Lobbyarbeit erst dann wenn sie sachlich bewusst falsch (eine gewisse Parteilichkeit liegt
in der Natur der Sache) oder eventuell sogar mit heimlichen Vorteilen verbunden ist (Korruption). Mit
allen Details sichtbare Vorteile wie z.B. Auftragserhalt sind allerdings legitim denn darum geht
es bei derartigen "Wettbewerben" ja gerade.
Wünschenswert wären genauer und strenger kontrollierter Öffentlichkeitszwang. Mittels Internet
sollte sich so etwas heutzutage doch irgendwie realisieren lassen.
Die neue (Klimarettungs) Wirtschaft
Hier kann man grob folgende Gruppen unterscheiden:
Erprobt und bewährt
Bekannte und erprobte Verfahren und Vorrichtungen die auch schon vor der Klimadiskussion entwickelt
und genutzt wurden. Klimarettung ist lediglich ein neues Argument für ihre weitere Verbreitung.
Teilweise sind noch eher geringe technische Verbesserungen möglich. Und insbesondere besteht oft
noch viel Raum für verbesserte Wirtschaftlichkeit durch größere Dimensionierung, Massenanwendung,
verbesserte Materialien, präzisere Herstellung und elektronische Steuerung.
In diese Gruppe gehören z.B. Wasserkraftwerke, Windräder, Wärmepumpen, Solarzellen, Biogas, Wärmedämmung,
Glasfaser, etc. Hier wird also nur umgelabelt und eventuell beschleunigt bzw. vergrößert.
Einige dieser Bereich haben inzwischen eine derart große wirtschaftliche Bedeutung erreicht, dass die
nach Wachstum gierende Politik nicht darauf verzichten kann. Selbst wenn z.B. die Heizungsfrage durch
ausreichend verfügbaren Strom und modernste Wärmepumpen gelöst wäre, würden sie kaum aufhören, die
Bürger weiter zu immer aufwendigerer Dämmung zu drängen. Oder die alte Dämmung durch neue Materialien
zu ersetzen. Ebenso wie bisher ständig zum Kauf neuer Autos gedrängt wurde, obwohl die nur noch minimal
sauberer oder sparsamer gewesen sind.
Da geht es oft nur noch darum, ständig neue Aufträge für die Wirtschaft zu generieren. Es wäre schlicht
eine Katastrophe wenn zu viele Mitbürger nur noch kauften wenn ihre Altausstattung wirklich nicht mehr
brauchbar ist. Zwar wird ständig geraten für die Altersvorsorge zu sparen, aber gleichzeitig wird noch
heftiger zum Geldausgeben getrommelt. Am besten auch noch auf Pump.
Im Prinzip möglich
Hier ist durch Theorie und/oder Experiment nachgewiesen, dass es grundsätzlich funktioniert. Es fehlt
aber noch Detailerfahrung wie umfangreiche Praxistests, Langzeiterfahrungen, Wirtschaftlichkeitsnachweis,
Berücksichtigung aller denkbaren Nebeneffekte und indirekten Kosten.
In diese Gruppe würde ich zurzeit (2024) auch noch viele Varianten der Elektromobilität einordnen.
Das individuelle Elektroauto für alle und jeden und insbesondere natürlich Elektroflug.
Eher fantastisch
Zukunftsfantasien gibt es seit allen Zeiten. Auch wenn das meiste nie verwirklicht werden wird haben
sie oft doch Nutzen für die Weiterentwicklung der Menschheit.
Nervend ist jedoch, dass aktuell wegen der Klimadiskussion so ziemlich alles als "klimaschützend"
vermarktet wird. Egal um was es sich handelt, zurzeit muss es um Gehör und Geld zu erhalten als
klimaschützend verpackt sein. Dazu sicherheitshalber noch ein paar weitere Buzzwords wie
Start-Up, Wissenschaft, Universität, Bio, Blockchain, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz,
Quanten, 3D-Druck, usw. einbauen.
So wird z.B. seit langem diskutiert, Elefanten zu Mammuts zurückzuzüchten. Neuerdings wird
damit argumentiert, diese Mammuts könnten dann mit ihren Hufen den sibirischen Permafrostboden
festtreten und so das Freisetzen klimaschädlichen Methans verringern. Und tausende ähnliche Projekte.
Meinungsmacher
Hierunter möchte ich alles zusammenfassen was sich in der Öffentlichkeit lautstark zum Thema
Klimarettung äußert ohne tatsächlich in irgendeiner Weise direkt beteiligt
zu sein. Aber immer mehr leben davon und haben kein anders "Produkt" als Meinung und Beratung zur Klimarettung.
Auf einige Gruppen werde ich später noch gesondert eingehen.
Handel
Der Handel will in der Regel möglichst viel verkaufen. Findet sich gerade keiner der
üblichen Anlässe wie z.B. Black-Friday, Weihnachten, usw. dann ist natürlich auch die
kommende Klimakatastrophe nützlich. Am besten soll man sofort alle alten Sachen wegwerfen
und neu in klimaschonend kaufen ...
Insgesamt hat nach meinem Eindruck diese Klimarettungsindustrie in der Öffentlichen Diskussion
aktuell die Oberhand. Die alten, fossilen Industrien dagegen, von denen und mit denen wir noch
lange Zeit leben müssen, werden beschimpft. Hier wäre ein Realitäts-Check angebracht.
Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Andere Bezeichnungen: NGOs für Non-Governmental Organizations),
Nichtregierungsorganisation, (NRO),
nichtstaatliche Organisation, Zivilgesellschaft, Interessenverband, Non-Profit-Organisationen, Verbraucherschützer,
etc., etc.
In Deutschland sind sie meist als Verein oder Stiftung organisiert. In
Deutschland gibt es aktuell über 600.000 Vereine (Zahl beinhaltet alle
Arten von Vereinen z.B. auch Sportvereine). Seltener sind gGmbH
(gemeinnützige GmbH) und andere Formen. Die Organisationsform kann auch
dafür entscheidend sein ob bzw. wie die einzelnen Mitglieder Stimmrecht
haben.
Hier beziehe ich mich nicht auf die bekannten Lobbyorganisationen von Wirtschaftsverbänden, sondern auf
Organisationen die im weitesten Sinne gemeinnützige bzw. soziale Ziele und insbesondere Umweltschutz,
Tierschutz, Naturschutz etc. verfolgen. Zu den bekanntesten zählen z.B. Rotes Kreuz, Amnesty International,
Greenpeace, WWW (World Wildlife Fund) und tausende ähnliche XYZSchutzverbände.
Sie finanzieren sich insbesondere durch Beiträge, Spenden, staatliche Zuschüsse, "Abmahngebühren", und
im kleinerem Umfang manchmal auch gewerbliche Einnahmen wie Verkauf von Broschüren, Lehrgängen und ähnlichen
Dienstleistungen, Fanartikeln, etc.
Wichtig ist die Anerkennung als
gemeinnützig
denn dadurch ergeben sich diverse Steuervorteile. Insbesondere das Recht, Spendenbescheinigungen
auszustellen die die Spender steuerlich absetzen dürfen. Das erhöht natürlich die Spendenbereitschaft
beträchtlich.
Um viele Spenden zu erhalten ist zudem Bekanntheit wichtig. Und dazu braucht es Öffentlichkeitsarbeit
und möglichst häufige, positive Erwähnungen in der Presse. Deshalb gibt es zwischen solchen
Organisationen oft einen knallharten Wettbewerb um Presse. Mal sind es absurd überzogenen Behauptungen
(z.B. Verminderung des Bürgergeldes würde Adipositas (Fettleibigkeit) bei den Ärmsten begünstigen).
Mal werden allgemein zugängliche Zahlen als besondere Meldung gestreut. Mal kreiert man ein regelmässig
wiederkehrendes Ereignis wie z.B. Jugendunwort des Jahres, Erdüberlastungstag, etc. durch das man jährlich
einmal in die Presse kommt.
Oder man verleiht sich gegenseitig Auszeichnungen oder erhöht die Bedeutung durch Zusammenschluss
("Ein Bündnis von 100 Nichtregierungsorganisationen erklärte heute ...").
Ich habe schon Nachrichtensendungen auf deutschen Info-Sendern gehört die ausschliesslich aus derartigen
NGO-Verlautbarungen bestanden. Hart ausgedrückt: Die ganzen Nachrichten bestanden nur aus Lobby-Meldungen.
Auch die EU finanziert eifrig NGOs. Allein in den 3 Jahren von 2021 bis 2023 flossen so über 7 Milliarden
Euro. Darunter sogar für
Projekte und Kampagnen
die gegen die offizielle EU-Politik agieren. Die EU bestreitet dies auch nicht sondern verteidigt sich damit,
dass dies zu ihren normalen Aufgaben gehöre und auch nicht geheim sei.
Allerdings hat der
EU-Rechnungshof
Undurchsichtigkeit und fehlende Kontrolle beanstandet.
Wenig bekannt ist auch, dass es professionelle Spendensammler (Fundraising-Agenturen) gibt, die ihr Geld
damit verdienen, für NGOs Geld zu sammeln. Oft ist von außen kaum ersichtlich, dass da fremde Berufssammler
Geld sammeln und einen nicht unbeträchtlichen Teil der gesammelten Spenden als eigenes Honorar einstecken.
Theoretisch geben Geschäftsberichte mit Aufschlüsselung der Ausgaben oder "Spendensiegel" Aufschluss über
Seriosität. Aber in der Praxis gab es immer wieder Fälle undurchsichtiger Verknüpfungen von Organisationen
in denen ein kleiner Personenkreis hohe Gehälter und Zusatzleistungen zu Lasten der eigentlichen Aufgaben
der vorgeschobenen NGO bezogen. Aktuelle Beispiele
Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hessen.
oder Correktiv.
Aussagen wie "nicht gewinnorientiert" sind insofern mit Vorsicht zu genießen.
Insbesondere in den USA gibt es "Non Profit Organisations" deren Geschäftsführer
Millionengehälter.
beziehen. Zur Begründung verweisen sie auf übliche Gehä¤lter bei normalen Firmen und sammeln
gleichzeitig Kleinspenden für ihre Organisation.
Eine solche Bewegung kann relativ locker auf ein klar definiertes und eng begrenztes Ziel hin gegründet werden
("Bürger gegen Mülldeponie Kaffstadt-Nord") oder streng organisiert mit nahezu beliebig auslegbarer Zielsetzung
und nie endgültig erreichbarem Ziel ("... für Naturschutz und nachhaltiges Leben"). Letzteres kann man in manchen
Fällen dann auch als auf Dauer angelegtes Geschäftsmodell ansehen.
Bei der Namensgebung sind nur wenige Grenzen gesetzt. "Institut" z.B. ist beliebt und klingt nach einer gewissen
Größe und Wissenschaftlichkeit. Tatsächlich ist der Begriff bei Beachtung einiger Regeln jedoch weitgehend frei
benutzbar (z.B. Kosmetikinstitut, Nagelpflegeinstitut, Bestattungsinstitut, etc.).
Einige weitere Beispiele für mögliche wohlklingende Namen: Akademie, Thinktank, Denkfabrik, X-Agentur, X-Kompetenzzentrum,
X-Dienst. X-Rat, X-Bund, X-Zentrale, X-Schutzband, X-Verband, usw. Impressum, Briefkopf, etc. muss dann aber
nähere Auskunft über Organisationsform bzw. Verantwortlichen geben.
Eine immer wieder diskutierte Frage ist, ob bzw. wann welche Organisationen vor Gericht klageberechtigt sind
auch wenn sie selbst nicht direkt betroffen sind sondern gewissermaßen "im Interesse der Allgemeinheit" klagen.
Inzwischen ist für viele Fälle die Klageberechtigung geklärt und teilweise sogar gesetzlich ausdrücklich verankert.
Suchbegriff "Verbandsklage".
Aber auch ohne direkte Klageberechtigung gibt es indirekte Möglichkeiten. Es kann z.B. die Klage eines anderen
durch Rat und Finanzierung aus dem Hintergrund gesteuert werden oder die Organisation lässt sich z.B.
Schadenersatzansprüche von Betroffenen abtreten.
Erfolge von NGOs
- Noch vor einigen Jahrzehnten war es Einzelkämpfern oder kleinen Gruppen nahezu unmöglich, vor Gericht wegen
allgemeiner Interessen erfolgreich zu klagen. Dies hat sich durch durch das Auftreten der NGOs gründlich geändert.
Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, ausreichende Finanzmittel, zahlreiche Berater, erkämpfte Gesetzesänderungen,
usw. haben hier das Blatt gründlich gewendet.
Aufklärung der breiten Masse über Fakten, Zusammenhänge, mögliche Gefahren. Hartnäckige, öffentliche
Kontrolle von Wirtschaftsunternehmen und Politik. Manchmal vielleicht etwas einseitig aber oft wirksam.
Wie bereits in dem Kapitel zu Klimaprozessen ausgeführt gibt es das Problem, dass viele der obersten
Gerichte wie z.B. BVerfG oder europäischer Menschenrechtsgerichtshof die ganz große Mehrzahl der ihnen
vorgelegten Klagen ohne jegliche Begründung gar nicht behandelt. Klagen von NGOs bzw. von NGOs mit
lautem Pressegetrommel unterstützte Klagen haben da signifikant bessere Chancen. Das ist zwar
ungerecht aber es ist ein Fakt.
- Organisationen wie
Frag den Staat
oder diverse Verbraucher- oder Datenschützer bieten Bürgern oft äußerst nützliche Hilfen. Allerdings
zeigt die Praxis, dass es darunter leider auch einige gibt, die sich gerne darauf beschränken, ab
und zu einen spektakulären Fall durchzufechten (bringt Presse und Spenden), und im übrigen
Hilfsanfragen von Bürgern mit teils absurden Begründungen abzuwimmeln.
- Sinn und Nutzen von
Amnesty International
braucht sicherlich nicht weiter kommentiert zu werden.
Es gibt zahlreiche weitere Organisationen mit ähnlichen Zielsetzungen wobei die Hintergründe aber
manchmal nicht so eindeutig sind.
Kritik an NGOs
- Hauptkritikpunkt ist sicherlich, dass NGOs "eigentlich irgendwie nicht
zum demokratischen Idealstaat passen".
Sie versuchen, etwas zu erreichen, was auf den üblichen demokratischen Weg,
nämlich bei Wahlen, nicht erreicht wurde. Dazu versuchen sie Druck auf die
gewählten Volksvertretungen auszuüben. Würden sie jedoch wirklich die Meinungen
und Wünsche der Mehrheit vertreten, dann hätte die Wähler doch gleich entsprechende
Mehrheiten ins Parlament wählen können. Mithin könnte man argumentieren, dass NGOs
gegen die demokratisch gewählten Regierungen und damit die Demokratie arbeiten.
Als Gegenargument kann man hier bringen, dass das seit jeher bei allen Arten von
Lobbyorganisationen so ist und niemand daran Anstoß nimmt. Jedenfalls nicht
solange es öffentlich erkennbar ist und nicht heimlich und mit unlauteren Mitteln erfolgt.
- Trotz oder sogar gerade wegen gerichtlicher Erfolge mancher NGOs werden Klagen
kleiner Einzelkämpfer ohne öffentliche Unterstützung von manchen Gerichten weiterhin
oft schnell abgeschmettert. Manchmal muss man sogar den Eindruck haben, dass es
sie nun härter trifft als früher. Als ob sich manche Gerichte für die erkämpften Siege von
NGOs rächen wollten und zum Ausgleich gegen wehrlose Kleine ohne öffentliche Unterstützung
zurückschlagen.
Besonders perfide ist es wenn Höchstgerichte über solche Klagen gar nicht mehr entscheiden
weil in einer vergleichbaren Sache (gemeint ist eine große Klage einer NGO) schon entschieden
wurde. Das kann bedeuten, dass die NGO ihre große Klage zwar gewonnen hat, aber alle kleinen
Nachahmer mit vergleichbaren Klagen dann nicht etwa automatisch auch Erfolg haben, sondern
im Gegenteil ins Leere laufen. Dazu gibt es formale Tricks die außerhalb der Vorstellungswelt
juristischer Laien liegen.
- Der Kampf um Spenden und Aufmerksamkeit verführt viele NGOs dazu, die Presse mit Belanglosigkeiten
oder Übertreibungen zu fluten. Dazu zähle ich auch Auslassungen wie z.B. die üblichen Alarmmeldungen,
dass der Meeresspiegel steigt mit gleichzeitigem Verschweigen, dass er früher auch und oft viel
stärker gestiegen ist. Oder dass der Inselstaat Vanuatu wegen des Meeresspiegelanstiegs vom Untergang
bedroht wäre bei Verschweigen, dass diese Inseln bergig sind mit Höhen bis zu 1879 Meter.
- Es werden leichtfertig Personen oder Gruppen beschuldigt. Tiefpunkte waren z.B. die
Wormser Prozesse oder der
Montessori-Prozess
wo Mitbürger oder Erzieher völlig haltlos von "Kinderschutzorganisationen" als Kinderschänder
beschuldigt wurden. Teile der Presse sind leider mitgeschwommen und haben pauschal derartige Anzeigen
öffentlich als "Zivilcourage" gefeiert und angeheizt.
- NGOs neigen dazu, ihren Wirkungsbereich zu erweitern und zu verewigen. Während kleine,
regionale Organisationen sich schon einmal wegen Zielerreichung oder Sinnlosigkeit auflösen,
erweitern die großen in der Regel einfach ihren selbst gesteckten Aufgabenbereich.
Beispiel: Eine Organisation mit Ziel Armutsbekämpfung erweitert, da es im Vergleich zu
anderen Weltgegenden wirkliche Armut in Mitteleuropa kaum gibt, den Arbeitsbereich von "arm"
auf "armutsgefährdet" und dann auf "von sozialer Ausgrenzung bedroht".
Die benutzten Definitionen sind äußert fragwürdig. So gilt als armutsgefährdet
wer über
weniger als 60%
eines definierten mittleren Einkommens verfügt.
Unterstellen wir jetzt einmal, dass der allgemeine Wohlstand wächst.
Zwecks Vereinfachung der Berechnung gehen wir von einer Verzehnfachung aus. Damit stiege das
mittlere Einkommen auf 10.000 und alle mit nur 6.000 wären armutsgefährdet.
Erkennen Sie den Trick? Bei dieser Formel gibt es immer einen etwa konstanten Anteil
Armutsgefährdeter. Selbst wenn es allen immer besser geht.
Zudem wird nur auf das Einkommen ohne Berücksichtigung des Vermögens abgestellt. Auch das
führt zu Verzerrungen. Denn ein Rentner mit allein 1.000 Rente ist wirklich arm dran.
Ein Rentner mit 1.000 Rente und eigenem Haus/Wohnung plus gut gefülltem Bankkonto/Wertpapierdepot
dagegen steht ganz anders da.
Manchmal wird auch die große Anzahl der Bezieher diverser Beihilfen wie z.B. Bürgergeld
als Beweis für Armut in Deutschland angeführt. Diese Argumentation ist absurd denn die Existenz
der vielen Hilfszahlungen beweist doch gerade wie viel für Bedürftige getan wird.
Ein anderer Ansatz behauptet, die Zunahme von Adipositas (Fettleibigkeit) sei ein Zeichen für
die Zunahme von Armut. Menschen in wirklich armen Ländern würden das ganz im Gegenteil
wohl eher als ein Wohlstandsproblem bezeichnen.
Bei solchen Konstruktionen kann man den Eindruck haben, dass es manchen Organisationen weniger
um Armutsbekämpfung, sondern mehr um Aufrechterhaltung der eigenen Existenzberechtigung geht.
Ähnliche Schemata kann bei bei vielen Hilfsorganisationen erkennen. Einmal eingesetzt werden sie
immer zu dem Ergebnis kommen, dass ein Alkohol-Drogen-Armuts-Traumata-usw.-problem besteht.
Und damit erhöhen sie auch das allgemeine Anspruchsdenken und fördern Unselbständigkeit.
Die Wissenschaft
"Die Wissenschaft" als einheitliche Gruppe/Meinung/Wissensstand, so wie in vielen Diskussionen
als scheinbar schlagendes Argument benutzt, die gibt es eigentlich nicht. Vorherrschend sind
Definitionen wie "Methoden überprüfbaren Erkenntnisgewinns".
Beim Klimathema hilft das aber nicht weiter denn das Klima wird durch das Zusammenwirken
einer Vielzahl von Einzelereignissen bestimmt. Selbst wenn die Wirkung vieler Einzelereignisse
sicher berechenbar wäre würde das keine sichere Aussage über das Gesamtergebnis erlauben
("bei weiterem Temperaturanstieg könnte der Golfstrom umkippen und es dadurch in Europa
kälter werden" - "saubere Luft könnte die Sonnenscheinintensität erhöhen" - usw.).
Man kann bis heute nicht das Klima der Vergangenheit erklären obwohl für die Vergangenheit
viele der einzusetzenden Parameter bekannt sind. Entsprechend kann man noch weniger das
zukünftige Klima vorhersagen. Man kann höchstens
Modellberechnungen versuchen ("was wäre wenn"). Interessante Denkmodelle, die aber daran
kranken, dass diese Modelle höchst unvollständig sind und die einzusetzenden Daten reine
Spekulation sind.
Wissenschaftstheoretisch ausgedrückt. Weder Empirie, noch Verifikation, noch Falsifikation
sind geeignet eine sichere Aussage über das zukünftige Klima zu machen. Es sind höchstens
Aussagen zu Einzelpunkten, Tendenzen, Wahrscheinlichkeiten möglich.
Alle Argumentationen nach Schema "Es ist längst wissenschaftlich bewiesen..." sind auf diesem
Gebiet Spekulation. Sonst gäbe es nicht so viele Modelle mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Eine andere Definition von Wissenschaft versteht darunter die Gesamtheit aller Wissenschaftler
und wissenschaftlichen Institutionen. Daraus sollte man aber nicht schließen, dass Gesamtheit
auch eine einheitliche Meinung bedeutet. Glücklicherweise gibt es immer wieder Einzelkämpfer
und Außenseiter die, oft gegen erheblichen Widerstand etablierter Gruppen, neue Erkenntnisse
durchsetzen. Wissenschaft ist keine Demokratie in der Mehrheiten entscheiden. Auch die Lautstärke nicht.
Vor rund 100 Jahren gab es diverse Publikationen etwa nach dem Schema
"100 Wissenschaftler gegen Einstein".
Einstein soll dazu sinngemäß bemerkt haben "Einer mit einem guten Argument würde reichen".
Titel imponieren manchen Leuten und erwecken den Eindruck von besonderer Kompetenz.
Ohne detailliert in die Einzelheiten zu gehen ist dazu zuerst
einmal anzumerken, dass viele "Titel" formal gar keine Titel sind. "Dr." z.B. ist in Deutschland
meist ein akademischer Grad, "Prof." meist eine Tätigkeits-, Amts- oder Berufsbezeichnung.
Insbesondere in Deutschland gibt es da diverse Feinheiten bis hin zu unterschiedlichen Regelungen
der Bundesländer z.B. dazu, ob der "Titel" auch nach dem Ausscheiden aus der Tätigkeit getragen
werden darf.
In anderen Länder sieht man das lockerer. Lehrer an höheren Schulen (dem deutschen Studienrat vergleichbar)
werden oft als Professor bezeichnet (aber in der Regel nicht als "Prof." vor dem Namen sondern
ausgeschrieben dahinter).
In vielen englischsprachigen Ländern ist Reader oder Lecturer die traditionelle Bezeichnung von
Universitätsprofessoren (seit einigen Jahren aber Tendenz zur Bezeichnung als Professor).
Und oft ist Prof. für beliebige Ausbildungstätigkeiten die übliche Bezeichnung. Jeder darf dort
z.B. Dienste als Yoga-Prof. oder Gitarren-Prof. anbieten.
Kurz: Es kommt nicht darauf an was drauf steht, sondern was drinnen ist.
Wissenschaftler haben zu ihrer Zeit die Hexenverfolgung befeuert, Kriege gegen Erbfeinde
befürwortet, bestimmte Menschengruppen als "minderwertig" aussortiert, versprochen Gold herstellen
zu können, usw. Auch wenn das
vielleicht nur Minderheiten waren, so waren solche Gruppen doch zeitweise lautstark und
bestimmend während der Rest es vorzog, sich aus Karrieregründen oder gar wegen Überlebensinteresse
aus solchen Diskussionen herauszuhalten und wegzuschauen.
Die Wissenschaft ist nicht immer ein klinisch reiner Ort wo unbestechlich nach der reinen
Erkenntnis gesucht wird. Manchmal ist es eher ein Dschungel wo mit Zähnen, Klauen und allen
nur denkbaren Tricks um Titel, Pfründe, Ruhm und möglichst unkündbare Lebensstellung gekämpft wird.
in der vermeintlichem Mehrheit mitzuschwimmen erscheint da vielen als die einfachere Methode.
Man suche einmal nach "Betrug bzw. Irrtümern bzw. Fälschungen in der Wissenschaft" oder ähnlich.
Und wissenschaftliche Arbeiten kann man längst ganz nach Wunsch
in Auftrag geben.
Dank KI wird die Branche vermutlich noch prächtig zulegen.
Einige Beispiele:
Bis vor wenigen Jahrzehnten war man als Arzt erledigt wenn man auch nur vermutete, dass Magengeschwüre
durch Bakterien verursacht werden. Denn nach "Stand der Wissenschaft" konnten Bakterien nicht in der
Magensäure überleben. Ebenso durfte man nicht laut denken, dass manche Bakterien in kochendem Wasser
überleben können. Heute weiß man beides besser.
Hier
und hier.
Sind Diesel oder Benziner günstiger für die Umwelt? Die Meinung dazu hat sich in den letzten Jahrzehnten
mehrfach gedreht. Dito Ozon. Vor einigen Jahrzehnten gab es Ozongeneratoren für das Wohnzimmer weil mit
Ozon angereicherte Atemluft angeblich besonders gesund sei und die geistige Konzentrationsfähigkeit
steigere. Und tausende ähnliche Kehrtwendungen. Alles natürlich "wissenschaftlich erwiesen". Bis dann
das Gegenteil "wissenschaftlich erwiesen" ist weil es besser zur gerade aktuellen Mode, Wetter,
politischer Korrektheit, usw. passt.
Und weil es gerade passt und das Gedächtnis kurz ist und es ja "wissenschaftlich erwiesen" ist wird es
gerne geglaubt und weiter gegeben. Es kann sogar äußerst geschäfts- und karriereschädlich sein eine
andere Meinung zu vertreten.
Sogar Nobelpreise wurden schon für äußerst fragwürdige Erkenntnisse vergeben. Trauriger Höhepunkt
war sicherlich die Lobotomie.
Politiker sind wegen ihrer Verfügungsmacht über große Finanzmittel ein besonders beliebtes Ziel für
"wissenschaftliche" Versprechungen.
Beispiel.
Bei dieser Gelegenheit soll auch nochmals an die vor 50 Jahren weltweit gefeierte Studie
"Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit" erinnert werden.
Gut gemeint, aber aus heutiger Sicht vor allem eine Studie dazu, was bei wissenschaftlichen
Prognosen alles schief laufen kann.
Klimawissenschaft zählt zu den sogenannten interdisziplinären Wissenschaften. D.h. verschiedene
Fachrichtungen wie Meteorologie, Physik, Geographie, usw. arbeiten auf diesem Gebiet. Insofern
kann sich fast jeder als "Klimawissenschaftler" oder doch "Klimaexperte" bezeichnen und deshalb gibt es
plötzlich so viele davon. Einzelne mit gerade unerwünschter Meinung abqualifizieren zu wollen mit
Bemerkungen wie "der ist gar kein richtiger Klimawissenschaftler sondern nur Physiker" ist ziemlich
unsinnig und unfair.
Klimawissenschaft als eigenständliches Fach kann man erst seit wenigen Jahren an einigen wenigen
Universitäten studiere.
In der Klimadiskussion wird häufig argumentiert "97 Prozent aller Klimawissenschaftler stützen die
These vom menschengemachten Klimawandel" (Suchbegriff "Cook et al. 2013)". Diese Studie ist aus
vielerlei Gründen sehr umstritten.
Rein formal wird beanstandet, dass von den in die Untersuchung einbezogenen Arbeiten nur 32% eine
Meinung zur Frage der menschengemachten Erwärmung geäußert haben. Und nur aus diesen 32% berechnen
sich die 97%. Die restlichen 68% ohne Festlegung blieben unberücksichtigt.
Die Gegenseite argumentiert, dass diese sich gar nicht mit der Frage auseinandergesetzt hätten, ob der
Klimawandel menschengemacht ist, sondern dies als Fakt voraussetzten.
Ich finde, dies ist eine ziemlich gewagte Interpretation. Richtiger dürfte sein, dass erfahrene
Forscher erkannt haben, welches Minenfeld das Thema darstellt und sich deshalb bewusst nicht festgelegt
haben. Man kann auch eine gründliche Arbeit zu Einzelpunkten abliefern ohne sich sich bezüglich der
Gesamtfrage festzulegen.
Weiterhin fehlen Definitionen ...
Wird fortgeführt ...
Die Masse der Mitläufer
Damit meine ich Personen ohne eigene Sachkenntnis. Gestern noch haben viele von ihnen CO2 für
eine Telefongesellschaft gehalten, und den Unterschied zwischen Wärme und Temperatur werden sie
wohl nie verstehen. Aber da die vermeidliche Mehrheit und "die Wissenschaft" nach ihrer Ansicht
eine eindeutige Meinung hat und nicht irren kann, fühlen sie sich dazu berufen, Andersdenkende
zu jagen und Sachdiskussionen abzuwürgen. Sie fühlen sich im Recht des Stärkeren, der Mehrheit,
des Guten, und deshalb dürfen sie sich fast alles erlauben.
Was würden solche Menschen wohl machen wenn man ihnen einige Wochen lang auf allen Kanälen einbläut,
irgendwelche Erbfeinde, Hexen oder Juden wären an allem Schuld? Das sei wissenschaftlich
erwiesen und 99,7% aller Wissenschaftler würden das bestätigen ...
Ich bekomme immer wieder unfreundliche Mails zu dieser Seite von Mitmenschen die sich über die
Seite empören und gleichzeitig stolz mitteilen, dass sie die Seite gar nicht gelesen haben
und ganz sicher nie lesen werden. Offensichtlich reicht das Wort "Klimaleugner" um
Beissreflexe auszulösen. Als der Vorläufer dieser Seite noch anders hieß gab es keinerlei Proteste.
Bei den Mitläufern kann man grob zwei Gruppen unterteilen:
Reine Mitläufer die keine anderen Hintergedanken haben als das angenehme Gefühl bei der aktuell
politisch korrekten Menge dabei zu sein.
Mitläufer mit politischen Hintergedanken. Für sie ist der Klimawandel, insbesondere das Dogma
vom menschengemachten Klimawandel, Ansatzpunkt für gesellschaftspolitische Änderungswünsche.
Gegen Kapitalismus, gegen Konzerne, gegen Chemie, gegen reichere Nachbarn, gegen Partei X, usw.
Beauftragte
Sie sind an sich keine NGOs, werden von Laien aber oft grob für solche gehalten.
Wenn eine Regierung, sei es in Deutschland Bund, Länder, Behörden und im weiteren Sinne auch
Wirtschaftsorganisationen oder Unternehmen, ein Problem haben das sie nicht direkt behandeln
können oder wollen, oder aber auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften handhaben müssen, dann
wird ein "Beauftragter" eingesetzt.
So ergeben sich dann Beauftragte für Frauen, Gleichstellung, Behinderte, Antisemitismus,
Datenschutz, Unfallverhütung, Tierschutz, Diktaturaufarbeitung, und, und ...
Oft gehört da ein ganzes Büro/Organisation mit mehreren Mitarbeitern, Regelwerk, Budget etc. dazu.
Manche geben regelmäßig Berichte heraus (auch an die Presse) oder fordern regelmäßig Berichte,
Statistiken, ausgefüllte Fragebögen an. Sie sind in gewissen Fällen klageberechtigt und sammeln
oft schnell einen Kreis von "Klienten" um sich die auf irgendeine Form von Wiedergutmachung oder
Entschädigung wegen einer möglicherweise erlittenen Ungerechtigkeit hoffen.
Einmal geschaffen ist so ein Beauftragter kaum noch abzuschaffen sondern neigt dazu, die eigenen
Unentbehrlichkeit, Wirkungskreis und Befugnisse (kurz: Bürokratie) immer mehr zu erweitern auch
wenn der ursprüngliche Zweck längst erreicht ist.
Der Inklusionsbeauftragte behauptet natürlich, ohne Inklusion könne es keine echte Demokratie
geben. Der Armutsbeauftragte behauptet, ohne gerechte Verteilung des Wohlstandes gäbe es keine
echte Demokratie, etc. etc.
Aktivisten
Sammelbezeichnung für Personen oder Gruppen die ihre Meinung bzw. ihren Protest durch besonders
öffentlichkeitswirksame Protestaktionen vorbringen. Z.B. Klimakleber oder Aktionen wie der
Gleitschirmflieger
im Fußballstadion.
Manche dieser Aktionen sind grenzwertig oder sogar eindeutig kriminell und wären zu anderen Zeiten
bzw. in anderen Ländern als Terrorismus bezeichnet worden.
Die Bezeichnung "Aktivist" ist weder geschützt noch klar definiert und an keinerlei
Ausbildung oder Qualifikation gebunden (ähnlich wie z.B. "Künstler"). Das kann und darf jeder
solange er dabei gegen keine Gesetze verstösst.
Wird fortgeführt ...
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