- Extremwetterereignisse, Kipppunkte,
Ursache-Wirkung
------------------------------------------------------------------------------------
Wie wir noch aus dem Physik- und Chemieunterricht wissen
sollten laufen manche Vorgänge bei Wärme heftiger ab. Bei
Wetterereignissen kommt es sogar nicht nur auf die absolute Temperatur
an sondern auch auf Differenzen. Besonders warm gegen besonders kalt
bedeutet oft besonders heftig. Hinzu kommt, dass warme Luft mehr Wasser
aufnehmen kann als kalte. Insofern dürften bei höheren Temperaturen
tatsächlich etwas öfter und stärker heftige Wetterereignisse auftreten.
Allerdings haben Wissenschaftler noch vor rund 50 Jahren auch zeitweise genau das Gegenteil
angekündigt, nämlich eine kommende Eiszeit und damit tiefere Temperaturen die
schreckliche Extremwetter
bewirken würden.
Aber in beiden Fällen sollten sich die Auswirkungen in unseren relativ gemäßigten
Breiten noch in Grenzen halten. In anderen Weltgegenden sind derartige
Ereignisse Alltag und man hat sich damit arrangiert. Seit Ewigkeiten
sprechen Menschen, wenn sonst gerade nichts los ist, über das Wetter.
Und heute, wo fast jeder ständig eine Kamera bei sich hat und praktisch
überall Messstationen stehen, gibt es da fast täglich irgendwelche
Wetterrekorde und Ereignisse zu berichten.
Heute kommt noch dazu, dass viele Gruppen gerne und oft aufschreien um
irgendwelche staatlichen Hilfen zu erlangen. Wer nicht laut jammert
kriegt auch nichts.
Auch in Europa gab es bereits früher schreckliche Unwetterereignisse.
Man braucht im Netz nur nach Listen von Hochwassern, Dürren,
Sturmfluten, Kältewellen, Hitzewellen, Missernten, Hungersnöten, usw.
zu suchen.
Und z.B. im deutschen Ahrtal
gab es in der Vergangenheit ganz grob
ungefähr alle 100 Jahre ein extremes Hochwasserereignis. Fußnote (1)
Oder z.B. der Neckar. Der mündete bis vor einigen Jahrhunderten nur
wenige Kilometer südlich der Mainmündung nahe dem heutigen Trebur
in den Rhein. Dann gab es
extreme Unwetter mit Überschwemmungen und seitdem mündet er bei
Mannheim.
Praktisch in jedem Land gibt es solche Beispiele.
Im heißen und trockenem Sommer 2026 wurden wegen Niedrigwasser in
vielen Flüssen Schreckensszenarien bezüglich Zukunft verbreitet.
Offenbar war da schon verdrängt, dass wir z.B. im Sommer 2021 am
Rhein ein (gemäßigtes) Sommerhochwasser hatten. Und das schwere
Oderhochwasser 1997 fand im Juli statt.
Oft wird auch behauptet, Niedrigwasser im Rhein würde aufgrund
des Rückgangs der Alpengletscher immer häufiger auftreten. Allerdings
herrscht gleichzeitig auch in vielen anderen Flüssen Niedrigwasser
obwohl die keinerlei Bezug zu den Alpen haben.
Kurz: Bei genauem Hinsehen finden sich jede Menge Unklarheiten und Widersprüche.
Die Anzahl der Opfer kann heute alleine schon deshalb höher ausfallen
weil die meisten Gegenden inzwischen viel dichter bevölkert sind.
Und die Sachschäden waren früher ganz überwiegend Privatsache. Die
Leute mussten eben selbst sehen wie sie ihr Haus wieder aufbauten und
Bäume vom Weg räumten. Niemand hat darüber Statistiken für
Versicherungen aufgestellt.
Heute dagegen ist fast die ganze Welt vollgepflastert mit festen
Straßen, Kabeln, Rohren, Schienen, Brücken, etc. Es gibt einzelne
Gebäude die mit Milliardenwerten in den Büchern stehen.
In Zahlen ausgedrückt werden Naturkatastrophen von Jahr zu Jahr
gigantischer ausfallen. Das bedeutet nicht automatisch, dass die
Naturereignisse als solche wirklich stärker sind als früher.
Das bestechende an der Theorie mit den Extremwetterereignissen ist,
dass sie gefühlt zutrifft. Denn das Wetter ist nie überall dauerhaft
durchschnittlich. Es gibt immer wieder irgendwo extreme Ausreißer. Die
werden durch die Medien weltweit verbreitet und schon erscheint die
Theorie bestätigt.
Übrigens bedeutet Durchschnitt nicht, dass dieser Wert besonders häufig
auftritt oder gar "Normalwert" ist. Er kann sogar nie auftreten wenn die
Realität immer entweder darüber oder darunter liegt. Wenn man einen
Fuß in kaltem Wasser und den anderen in heißem Wasser hat so bedeutet das
bekanntlich nicht automatisch, dass es im Schnitt "richtig" ist.
Alles wird aktuell als Beleg für die Treibhausgastheorie ausgelegt.
Dabei kann man fast täglich Details beobachten die eher dagegen sprechen.
So ist es z.B. die eine Woche für die Jahreszeit viel zu kalt und eine
andere Woche viel zu heiß. Und einige hundert Kilometer entfernt ist es
wieder ganz anders. Dabei müssten die Treibhausgase doch einigermaßen
gleichmäßig verteilt sein und entsprechend überall ungefähr die gleiche
Wirkung entfalten. Und selbst wenn man ungleichmäßige Verteilung unterstellt,
z.B. je nach Industriegebieten, Wohngebieten, Viehweiden, auch dann passt die
Theorie oft nicht.
Klar, man kann für alle Abweichungen komplexe Erklärungen finden. Aber man
kann es auch einfach mal mit dem Ansatz versuchen, dass die Theorie so
nicht stimmt. Zumal sie auch die Vergangenheit nicht erklären kann.
Manchmal heißt es auch sinngemäß, dass die aktuelle Erwärmung so schnell abläuft,
dass die Natur sich nicht anpassen kann. Ökosysteme würden aus dem Gleichgewicht
gebracht und ähnliche reisserische Formulierungen. Auch das ist überzogene Panikmache.
Es gibt alle paar Jahre einen extrem kalten Winter oder extrem heißen Sommer.
Dürren, austrocknende Gewässer, abbrennende Wälder. Und einige Jahre später
ist die Natur doch wieder zurück. Entweder mit den alten Pflanzen und Tieren
oder eben mit neuen. Die Natur war niemals konstant und es gab niemals ein
dauerhaftes Gleichgewicht. Die Sahara war zeitweise
grün und Nordafrika galt früher als die
Kornkammer Roms.
Und vieles, was wir heute als Natur empfinden und bewahren wollen, ist in
Wirklichkeit längst nicht mehr wirkliche Natur sondern über die Jahrhunderte und
Jahrtausende menschengemachte "Natur".
Durch die Fixierung auf „Klimakrise“ und ihre angeblichen Folgen
geraten übrigens andere Gefahren völlig aus dem Blickfeld. So gibt es
beispielsweise alle paar Jahrhunderte sogenannte Sonnenstürme
(magnetische Stürme). Der letzte große traf die Erde 1859 („Carrington
Ereignis“). Ein solcher Sonnensturm würde heute die meisten
elektrischen und elektronischen Gerätschaften ausschalten. Und zwar
nicht vor vorübergehend sondern viele wären definitiv „durchgebrannt“
und müssten ausgetauscht werden.
Jahre ohne Strom, Wasser, Treibstoff (Pumpen laufen ja nicht). Und auch
die Fabriken, die die benötigten Neuteile fertigen müssten, würden nur
schwer wieder in Gang zu setzen sein.
Jahrelang weltweit Steinzeit und Kampf um alles. Aber praktisch keine
Vorkehrungen dagegen. Stattdessen alle Augen auf ein paar Grad
möglicher Erwärmung.
Ursache - Wirkung
„Wenn der Permafrostboden auftaut … die schrecklichen Waldbrände in
Kanada … tennisballgroße Hagelkörner … usw. usw.“
Ja, viele schlimme Dinge passieren täglich und könnten auch in Zukunft
passieren. Nebenbei: Es könnten auch positive Dinge passieren.
Nur – das beweist keineswegs die Ursache. Jedes Mal automatisch „Das
ist der Klimawandel, das teuflische CO2, der Nachbar mit seinem Diesel,
etc.“ zu brüllen liegt etwa auf dem gleichem Niveau wie nach jeder
Missernte routinemäßig eine Rothaarige als Hexe zu verbrennen.
Ein Ereignis, so übel es auch sei, ist kein Beweis für die Ursache.
Leider wird das bei der Klimadiskussion häufig ignoriert. Kurioserweise
werden in vielen Beiträgen (angebliche) Ursachen und Folgen mehrfach
vertauscht: Auf der einen Seite sind Erwärmung/Dürren/Extremwetter/etc.
Folgen des Klimawandels, ein paar Seiten weiter sind sie dann
Verursacher des Klimawandels.
Wie oben belegt gab es z.B. an der Ahr ganz grob ungefähr alle 100
Jahre ein extremes Hochwasserereignis. Warum stellen da heute viele
automatisch einen Zusammenhang mit dem Klimawandel und seinen
angeblichen Ursachen her?
Gleichzeitig werden übrigens an den gleichen Stellen die zerstörten
Gebäude wieder und wieder aufgebaut. Oft sogar mit öffentlicher
Förderung.
Dieser Irrsinn scheint aber nur wenige aufzuregen obwohl hier der
Zusammenhang mit Schäden viel offensichtlicher ist.
Kipppunkte
Auch „Kipppunkte“ gab es schon immer und wird es immer
geben. Sogar sogenannte „unumkehrbare Kipppunkte“ („kritische
Schwellenwerte bei deren Überschreitung es zu unaufhaltsamen
Veränderungen kommt“) sind weder neu noch ungewöhnlich.
Ganz im Gegenteil sind sie sogar alltäglich. Wenn ein Gesteinsstück aus
einem Felsen herabfällt ist das ein unumkehrbarer Kipppunkt. Denn von
alleine wird es nicht wieder raufklettern. Und für die Menschen, die
beim Untergang von Doggerland oder Sundaland ertrunken sind, waren das
ganz sicher schreckliche und unumkehrbare Kipppunkte.
Und natürlich gibt es auch jede Menge Gegenbeispiele: Vor einigen Jahrhunderten
war z.B. Mitteleuropa menschengemacht nahezu völlig entwaldet.
Ein Blick auf unsere heutigen, ebenfalls menschengemachten, Wälder zeigt, dass das durchaus nicht
"unumkehrbar" war.
Aktuell wird oft damit hausiert, dass der Golfstrom (genauer der
Nordatlantikstrom) aufgrund der Klimaänderung bald „kippen“ könnte mit
Folgen für das Klima in Europa. Dann könnte die weltweite Erwärmung in
Europa zu niedrigeren Temperaturen führen. Kurz: Es ist alles möglich
einschließlich des Gegenteils. Und die Wissenschaft hat es vorausgesagt
...
Tatsächlich unterlag der Golfstrom auch in der Vergangenheit gewissen
Schwankungen deren Höhe allerdings auch wiederum strittig ist.
Die einzige wirkliche Frage in diesem Zusammenhang ist: Kann der Mensch
das eine oder andere Überschreiten einer kritischen Schwelle verhindern
und ist das sinnvoll bzw. wirtschaftlich? Und damit wären wir wieder
bei der Ursache-Wirkung-Problematik.
Oft habe ich den Eindruck, dass dieses Kipppunktthema benutzt wird wie
Werbung beim Kaufmann: Kaufen Sie schnell bevor ausverkauft ist, bevor
die Preise steigen, usw.
Umweltschutz besteht aus
Einzelpunkten
Man sollte sich auch bewusst sein, dass Umweltschutz aus vielen
grundverschiedenen Einzelpunkten besteht. Manche davon sind sinnvoll
und wichtig. Z.B. Plastik in Gewässern ist eindeutig menschverursacht
und kann und sollte schleunigst beseitigt bzw. vermieden werden.
Bei anderen Punkten ist dies nicht so eindeutig bzw. sie sind
offensichtlich weniger dringend oder eventuell sogar kontraproduktiv.
Einen Mitmenschen, der da andere Prioritäten sieht, pauschal als
Umweltfeind zu beschimpfen ist nicht immer angebracht. Vielleicht hat
er bloß andere
Informationen. Möglicherweise sogar bessere?
Fußnoten:
1) Von mir angeführte Links führen inzwischen leider auffallend oft ins Leere. Entweder wurde die
betreffende Seite ganz entfernt oder die Adresse der Seite wurde geringfügig geändert so dass
der Link nicht mehr funktioniert. So wurde z.B. der Wikipedia-Artikel
"Liste der Hochwasserereignisse an der Ahr" kürzlich umbenannt in
"Liste von Hochwasserereignissen an der Ahr". Beim Klimathema passieren solche Dinge
inzwischen so oft dass man fast System dahinter vermuten könnte.
Zurück
zur Hauptseite